Bei der 2. Etappe des Masters de Petanque in Saint Gilles Croix-de-vie an der Antlantikküste verpasst die DPV Equipe, diesmal vertreten durch das EM-Final-Trio Tobias Müller, Daniel Reichert und Matthias Laukart, nur knapp den ersten Sieg.
Im ersten Spiel, das hitzebedingt am Donnerstag um 7:45 Uhr bereits startete, fand die Equipe gut ins Turnier und fühete bereits mit 10:2 gegen die Sieger der ersten Etappe: Les Etoiles du Sud. Beim Stand von 10:7 bewies Fara N’Diaye starke Nerven. Er verwandelte einen Schuss gegen Schluss mit der letzten Kugel mit Carreau und die Deutschen machten damit anstelle von drei nur einen Punkt.
Eine Aufnahme später dann die Katastrophe. Eine gelegte Kugel und fünf Löcher, verteilt auf Kugel und Sau, sorgten dann leider für die dritte Niederlage in Folge bei dieser Masters Serie für Team Allemagne. Schade vor allem, weil der Sieg zum greifen nahe war und die fünf Löcher nicht die Form der drei im Spiel wiederspiegelten.
Auch im Folgespiel gegen das Team Doerr waren die Deutschen auf Augenhöhe. Denkbar knapp verloren die drei mit 11:13. Damit endete die zweite Etappe mit dem gleichen Resultat wie die erste Etappe.
Sportlich gesehen steht die DPV-Equipe mit 2 Punkten bereits jetzt mit dem Rücken zur Wand auf dem letzten Platz. Will man das Final Four noch erreichen, so das Ziel von Laukart vor dem Beginn der Masters Saison, sollte schon bald der erste Sieg eingefahren werden.
Die DPV-Equipe scheint angekommen zu sein beim Masters. Sie kann mithalten und zeigte schon einen deutlich besseren Auftritt als noch bei Etappe Nr. 1. Aber mal ehrlich: Wer kann es den Jungs verübeln? Die Eindrücke, das Niveau, die Reise-Umstände und sicher noch viele weitere Punkte, die es erst zu adaptieren und anzunehmen gilt, bevor man das „Standard-Pétanque“ von zuhause umsetzen kann.
Am Ende sicherte sich das Team Rocher seinen ersten Etappen-Erfolg im Finale gegen das Team Zigler, das nun schon zum zweiten Mal das Etappen Finale verlor und damit die Gesamtwertung anführt. Randnotiz: Auch im Finale gab es beim Stand von 8:8 eine Katastrophen-Aufnahme von Team Zigler, die ebenfalls 5 Löcher Schossen und das Spiel damit verloren. Es passiert also auch den Besten.
Wir glauben an unsre Jungs und wünschen Ihnen gutes Durchhaltevermögen, tolle Tage und tolle Events. Sie haben es sich verdient dort zu spielen, auch wenn am Ende eventuell nur sehr wenig Siege rausspringen. Eine tolle Erfahrung ist es allemal.
Für alle, die das Masters nicht so gut kennen: Ein Sieg bei einer einzelnen Masters Etappe ist mit Sicherheit sportlich gesehen deutlich höher zu bewerten, als ein Gewinn einer Europameisterschaft, denn hier hat jedes Spiel EM-Final-Niveau. Unzählige Weltmeistertitel und Französische Meister-Titel stehen hier geballt in einem kleinen Format auf dem Platz. Wenn es unser Europameister-Team nicht schafft ein Spiel beim Masters de Pétanque zu gewinnen, dann schafft es wahrscheinlich niemand. Allez Deutschland!
