Im französischen Romans-sur-Isère startete am Mittwochabend die erste Etappe der Masters de Pétanque 2026. Dabei durfte erstmals in der Geschichte der prestigeträchtigen Turnierserie ein deutsches Team teilnehmen. Für Team Deutschland gingen Moritz Rosik, Matthias Laukart, Daniel Reichert und Tobias Müller an den Start und warfen damit als erste deutsche Spieler überhaupt bei einer Masters-Etappe ihre Kugeln.
Auf die vier Deutschen prasselten zahlreiche neue Eindrücke ein. Entsprechend überwältigt von Kulisse, Fernsehen und Pétanque auf höchstem Niveau startete das Team in die erste Partie gegen das Team Ziegler um Maison Durk. Zwar konnten die Deutschen zunächst in Führung gehen, am Ende mussten sie sich jedoch mit 4:13 geschlagen geben. Das Team Ziegler sollte später sogar das Finale der Etappe erreichen.
Im anschließenden Verliererspiel wartete mit Mickael Bonetto der nächste Hochkaräter. Gegen dessen Team fanden die Deutschen kein Mittel und mussten sich am Donnerstag deutlich mit 0:13 geschlagen geben. Damit war die erste Masters-Etappe für Team Deutschland beendet.
Als einen der Hauptgründe für die Niederlagen nannte das deutsche Team im Nachgang die eigene Leistung. Während die Gegner konstant auf höchstem Niveau spielten, brachte Deutschland nach eigener Aussage häufig nur vier bis fünf Kugeln pro Aufnahme. Gleichzeitig blickt das Team aber auch positiv nach vorne. Gelingt es, die eigene Leistung etwas anzuheben und das vorhandene Potenzial abzurufen, könnten künftig auch Siege möglich sein – wenngleich das Niveau bei den Masters de Pétanque als außergewöhnlich hoch gilt.
Die Etappe gewann am Ende das Team Les Étoiles du Sud mit dem aktuellen Weltmeister Marcel Gbetable aus Benin sowie Fara N’Diaye, Yves Rakotoarisoa und Daniel Rakotondrainibe. Bemerkenswert: Das Team hatte in der Vorrunde noch gegen Team Ziegler verloren. Im Finale drehte sich das Bild jedoch komplett. Team Ziegler fand bei Starkregen kaum noch ins Spiel und musste sich deutlich mit 0:13 geschlagen geben.
Die Begegnungen der deutschen Mannschaft wurden leider nicht übertragen. In der französischen Live-Übertragung waren lediglich vereinzelt einige Kugeln des ersten Spiels zu sehen, da die Deutschen direkt neben der TV-Bahn spielten.
Nach der ersten Etappe belegt Deutschland den letzten Platz der Gesamtwertung. Durch das neue Wertungssystem werden die Punkte wie folgt vergeben:
- 1 Punkt für den Letzten des Pools
- 2 Punkte für den Barrage-Verlierer
- 3 Punkte für den Barrage-Gewinner
- 4 Punkte für den Pool-Ersten mit zwei Siegen
- Zusätzlich 3 Punkte für das Erreichen des Halbfinals
- Zusätzlich 2 Punkte für den Finalisten
- Zusätzlich 3 Punkte für den Sieger der Etappe
Somit kann ein Halbfinalist je nach Verlauf der Vorrunde sechs oder sieben Punkte erreichen. Die maximale Ausbeute beträgt zwölf Punkte bei vier Siegen. Wer die Etappe trotz einer Niederlage in der Vorrunde gewinnt, erhält elf Punkte.
Für Team Deutschland geht es bereits am 24. und 25. Juni bei der zweiten Etappe in Saint-Gilles-Croix-de-Vie weiter. Dort gilt es, die vielen neuen Eindrücke abzuschütteln und die eigene Leistung abzurufen, um die Chancen auf ein besseres Ergebnis zu erhöhen. Wir drücken die Daumen.
