Vor knapp zwei Wochen starteten wir in unserem WhatsApp-Kanal eine Umfrage zum Thema „Alkohol bei lizensierten Wettkampfveranstaltungen?“ und das Ergebnis war eindeutig. 297 unsrer 775 Follower gaben ihre Meinung ab und stolze 267 (~90%) der 297 Stimmen wollen keinen Alkohol mehr während Wettkämpfen bei Spielerinnen und Spielern sehen. Ein eindeutiges Ergebnis.
Auch wenn in unsrem WhatsApp Kanal natürlich nicht alle Boulespielerinnen und Boulespieler Deutschlands abgestimmt haben, ist das Ergebnis bei diesen Zahlen durchaus repräsentativ.
Und jetzt?
Vorbei ist das Thema damit nicht. Der Präsident des DPV, Michael Dörhöfer, sah das Ergebnis der Abstimmung und reagierte. Er rief uns an und schlug vor in den kommenden Tagen einen ersten Zoom-Call zu diesem Thema mit drei Verantwortlichen des DPVs, darunter auch Michael Dörhöfer, abzuhalten. Ein erster Schritt. Abgeneigt ist man beim DPV von diesem Vorhaben nicht. Allerdings ist es noch ein weiter Weg bis zur Umsetzung.
Wir werden uns hauptsächlich den folgenden Fragen widmen:
- Wie gelingt es, Alkoholkontrollen auf Bouleplätzen praktikabel zu gestalten?
- Wie soll getestet werden? Zufällig? Ausgewählt?
- Wer testet?
- Wie wird finanziert?
- Wie kann der Verlust durch Einnahmen bei Verkauf von Alkohol der Ausrichter kompensiert werden?
- …
Gab es einen Anlass?
Anlass gibt es seit mehreren Jahren. Die NADA, die regelmäßg Doping-Kontrollen bei DPV-Großveranstaltungen durchführt, führt Alkohol seit einigen Jahren nicht mehr auf der Dopingliste, da Alkohol offiziell nicht leistungsfördernd wirkt. In Sportarten wie Darts oder eben Boule, bei denen weniger die körperliche Fitness im Vordergrund steht und ein erheblicher Teil des Sports auf mentaler Ebene abläuft spielt Alkohol durchaus eine Rolle, wenn es um das Thema Doping geht. Auch beim Darts-Verband wird genau dieses Thema intensiv behandelt und auch die NADA weißt explizit darauf hin, dass in solchen Sportarten die Verantwortung beim jeweiligen Verband liegt. Und in diese Richtung sollte es nun langsam gehen.
Uns geht es nicht um das Thema „Professionalität“ oder „Medien-Wirksamkeit“, um vielleicht irgendwann einmal in der Gesellschaft angesehener zu werden und den nächsten Sprung zu schaffen. Falls das zusätzliche Effekte in diese Richtung haben könnte, dann natürlich sehr gerne, aber uns geht es vor allem um das Thema „Fairness“! Denn fair ist es keinesfalls ungedopt gegen einen gedopten Spieler zu spielen.
Wir hoffen, den Pétanque-Sport etwas vorantreiben und fairer gestalten zu können und halten euch auf dem Laufenden.
Ihr seid noch nicht Teil unsrer Kanals? Hier geht’s zum Pétanque-aktuell WhatsApp Kanal.
