Zum ersten mal im Jahre 2022 wurden Landesmeistertitel vergeben und das in Baden-Württemberg. Hier durften sich gleich drei Damen über den ersten Platz freuen. Beim TV 1877 Waldhof Mannheim wurde bei schönstem Wetter der Teilnehmerinnen-Rekord auf 53 Mannschaften bei einer LM Damen verbessert. Zeitgleich fand am selben Ort auch die Landesmeisterschaft und Qualifikation der Tireurinnen zur Deutschen Meisterschaft statt.

LM Doublette Damen

Zuerst zum sportlichen Teil: Nicht zu schlagen an diesem Tag waren Sarah Schwander und Rosita Nonat. Sie verwiesen Sibylle Hoffmann und Anette Beister aus dem Saarland mit einem 13:4 auf Rang zwei und sorgten letztendlich dafür, dass die Landesmeisterinnen auch tatsächlich aus Baden-Württemberg kommen sollten. Favoritinnen wie Verena Gabe/Eileen Jenal, Carste Glaser/Anja Deubel oder Lara Koch/Muriel Hess schieden bereits außerplanmäßig früh aus.

Ergebnisse:

1. Sarah Schwander/Rosita Nonat

2. Sibylle Hoffmann/Anette Beister

3. Anya Caliebe/Jessica Schult

3. Sabine Schön/Dora Mayer-Schäfer

LM-/ Tir-Qualifikation Damen

Hier konnte sich die Erfahrung der ehemaligen Europameisterin Muriel Hess durchsetzen. Mit 30:19 verweis sie im Finale Anita-Dolores Barthélemy auf Rang zwei.

Ergebnisse:

1. Muriel Hess

2. Anita-Dolores Barthélemy

3. Regina Weißenberger

3. Verena Gabe

Ein wenig Unmut

Während der BBPV auf seiner Homepage kurz anmerkt, dass die Halbfinals erst „spät gespielt wurden“, möchten wir noch einmal auf den Turnierverlauf hinweisen, der an diesem Tag wohl unter keinem guten Stern stand. Viele Spielerinnen beklagten sich im Laufe des Turniers, dass es lange dauerte. Am frühen Morgen entschied der BBPV ganz richtlinienkonform bei 53 Mannschaften auf den Poule A-B Modus zurückzugreifen. Dies hatte jedoch zur Folge, dass nach 7 Stunden Spielzeit, es war zu diesem Zeitpunkt 16:30 Uhr, die letzten Poulespiele zu Ende waren und faktisch erst eine Eliminationsrunde ihr Ende fand. Die Damen hatten nun inklusive Cadrage noch stolze fünf Runden vor sich. Da nun auch die Folgepartien sich zu nicht gerade schnellen Spielen entwickelten und die Temeperaturen gleichzeitig an die 0°C abfielen, machte sich mehr und mehr Unmut breit. Auch der Veranstalter rechnete nicht damit, dass sich gegen 18 Uhr noch fast alle der zu Beginn 53 Mannschaften auf dem Platz befinden sollten und musste kurzerhand verpflegungstechnisch nachrüsten. Erst spät nach Mitternacht wurden unter Flutlicht die Landesmeisterinnen gekürt und man fragt sich irgendwie doch jedes Mal aufs Neue, wie es passieren kann, dass in Frankreich kleine Turniere mit über 100 Teams teilweise ab 14 Uhr beginnen und am Abend doch auch die Turniersieger mit ihren Familien gegen 9 Uhr essen. Es scheint wohl ein Mix aus verschiedenen Faktoren zu sein: zu spätes Vorlosen, Turniersystem, langsame Spielweise, …

So durften sich also die Finalistinnen ohne Publikum und wahrscheinlich mit eiskalten Fingern erst weit nach Mitternacht über ihren Sieg freuen, wenn auch gleich angemerkt werden muss, dass an diesem Tag alles regelkonform ablief und wir lediglich hiermit zum Nachdenken animieren möchten.

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